Ingrids Weg zum Text

Schritt 1: BRAINSTORMING

Schritt 2: BILDE EINE KERNAUSSAGE

Schritt 3: FORMULIERE EINE OFFENE FRAGE

Schritt 4: QUICK & DIRTY SCHREIBZEIT – ANTWORT AUF FRAGE FORMULIEREN

FEEDBACK

Passend zu unserem Coaching-Impuls zum Thema Rohtext (lesen)

Der Weg von der Idee zum Text

Ingrid hat den Impulstext zum rohtexten mit der eigenen Methode des Fokus Erschreiben verfasst. Hier siehst Du an ihrem realen quick&dirty Entwurf wie sie vorgegangen ist.

Brainstorming
Kernsatz Rohtext
Offene Frage

Wie finde ich vertrauen ins eigene Wissen, um einfach mal drauf los zu schreiben?

 

Ich kann mich erstmal frei davon machen, irgendwie gut sein zu müssen. Irgendwas wesentliches überhaupt können, wissen und formulieren zu müssen. Und mich dann über Zufallstreffer, Funde freuen. Das ist eigentlich mein Ansatz. ich denke mir, so gut muss ich nicht sein, wie ich mir oft denke, dass ich es sein müsste um dazu zu gehören.

Wir habe oft die Idee, dass wir viel besser sein müssten als die anderen… aber viel besser als die anderen sein, das isoliert uns eigentlich schon wieder und wir gehören nicht dazu.

Es reicht eigentlich genauso gut wie die anderen zu sein, dann gehört man dazu. 

Einem Text sieht  man an, wie gut ich bin. Zumindest wie gut ich in diesem Moment bin. Und man sieht ihm auch an, dass ich etwas versucht habe, sonst gäbe es ihn gar nicht 🙂

Beides kann so schlecht nicht sein. Selbst wenn es kein Meister Text ist, sieht man immer noch, dass ich mir die Mühe gemacht hab einen Rohtext zu schreiben.

Okay, und jetzt sollte ich auch mal was fachliches sagen zum Rohtext als Denkform als Textstufe. Ich erlebe gerade eine  ganz andere Art der Fokusiierung haue Wörter raus, fülle das Papier. Sicherlich finde ich darin wieder irgendwas kostbares das ich dann ganz genial finde. Es hat echt viel mit dem Selbstkontakt zu tun. Bin ich überhaupt bereit mich damit zu konfrontieren was mein Gehirn produziert und von sich gibt.

Will ich es eigentlich wissen, was da oben vor sich geht?

Oder ist es mir vor mir selber peinlich, mein Oberstübchen? 

Wen will ich dahin einladen? 

Nun es ist ja nur der Rohtext. ich schaue im Oberstübchen, was ich von da oben runter holen will und ins Schaufenster packen. Da drapiere ich es sorgfältig und präsentiere es. Ordne es an, zusammen mit Ideen aus anderen Oberstübchen und schon wird daraus eine Ausstellung, eine Assemblage von wichtigem und Guten. Aber man muss da oben in erstmal rumsuchen, wie manchmal in diesen schlecht sortierten muffigen Wohnungsauflösungsläden…. 

Nun ja ich bin jetzt erstmal zufrieden dass mir so viel kommt. Es geht immer weiter. Ist wie eine mEditation nach uaßsen. schreiben, schrieben schreiben. Ich werde das nicht editieren sondern einfach so nehmen. Als Prozessdokumnetjawoll. Voll mutig finde ich das. Und irgendwie Kunst. Jetzt kommt gleich ein kleiner Größenwahn auf. Das ist ja beim Schreiben ohnehin so, dass der Selbstwert mega auf und ab und geht…. und dann kommen die Peer Reviews und der Reality Check, das Feedback die Außenwirkung. 

Aber vieles beruht auf Gedanken über mich selbst. Wie stehe ich zu mir. Wie genial muss ich sein`Darf es jemand mitbekommen, dass ich nicht 24/7 genial bin? Dass ich auch oft Sachen verpeile und nicht kenne, was jeder kennt. 

Jetzt kommt irgendwie nichts mehr. Was ist Rohtext noch? So ein Ausspülen des Gehirns. So ein Schritt hin zu Gedachtem. So eine Fixierung des Flüchtigen.Eine Gehirnübung. Ein Training eine Denkfunktion. Die manchmal Angst macht. Du darfst danach alles wegschmeißen. und drüber lachen. oder dich genial finden. Meinetwegen sogar zu Unrecht. Und wieder lachen. 

Wie gesagt, wie genial muss man sein? 

Jetzt werde ich langsamer. Ich denke jetzt hab ich doch schon echt viel. Wieso dauern 15min so lang? Das nervt jetzt langsam. Ich habe genug geschrieben. Wieso darf ich jetzt nicht aufhören. Wo bleibt der Gong. Mann. Ich weiß genau wie lange 15min sind. Das ist länger. Ah da ist er endlich. Mensch ich hab doch nen inneren Timer.

Als Ingrid dann nach der Viertelstunde ihre Frage Wie finde ich Vertrauen ins eigene Wissen, um einfach mal drauf los zu schreiben? an Katja schickt antwortet die:

Andersrum wird (auch?) ein Schuh daraus:” Ich lerne in mich und in mein noch implizites Wissen zu vertrauen, indem ich einfach drauflos schreibe. Bäm.”

Was daran könnte für Dich interessant sein?

Und hier kannst Du Dir den überarbeiteten Text ansehen, der daraus entstanden ist 🙂